BÖSE SPRÜCHE
*Schön wenn man die Frau fürs Leben gefunden hat. Schöner wenn man ein paar mehr kennt.
*Heirate und teile die Probleme, von denen du nicht einmal wußtest, daß du sie hast.
*Wenn Du Dich verlobst, bist Du verraten und verkauft. Wenn Du heiratest, bist Du geliefert.
*Gegen Liebe auf den ersten Blick hilft nur der zweite...Liebe macht blind (zumindest bis zur Hochzeit)
*Das Geld, was man für seine Hochzeit ausgibt, ist häufig die erste Einzahlung in die wechselseitige Lebensverbitterungsanstalt. (Nestroy)
*Ein Jahrmarkt ohne Hiebe, ein Jüngling ohne Liebe, ein Ehestand, der wohlbestellt, sind seltsame Dinge dieser Welt. (Abraham a Sancta Clara)
*Heirate oder heirate nicht, beides wirst Du bereuen. (Sokrates)
*Eine Komödie, die mit der Hochzeit endet, ist der Anfang einer Tragödie. (George Bernhard Shaw)
*Eine Vernunftehe zu schließen heißt in den meisten Fällen, alle seine Vernunft zusammenzunehmen, um die wahnsinnigste Handlung zu begehen, die ein Mensch begehen kann. (Marie von Ebner-Eschenbach)
*Begabte Männer lernen in der Ehe rascher, worauf es ankommt. Unbegabte dagegen streiten sich weiterhin mit ihren Frauen. (Yves Montand)
In der Partnerliebe soll ein Mensch die Liebe
Gottes erfahren
können.
Daher ist die Ehe ein Sakrament, also ein wahrnehmbares Zeichen,
in dem Gott in besonderer Weise dem Menschen erfahrbar
wird.
Mann und Frau brauchen die Hilfe Gottes besonders, weil
menschliche Liebe immer gefährdet ist.
Kirchliche Eheauffassung
Ehescheidungen 1997
1997 wurden in Deutschland 187.802 Ehen geschieden, das waren 7% mehr als
im Jahr zuvor und neuer Rekord. Damit wurden von 1000 bestehenden Ehen zehn
geschieden. Von einer Scheidung waren 148.782 Kinder betroffen.
Statistisch wird jede dritte Ehe irgendwann einmal geschieden, durchschnittlich
nach sechs Jahren. 61,3% der Scheidungsanträge wurden von den Frauen
gestellt.
Die Mehrzahl aller Scheidungen gab es in den alten Bundesländern, hier
wurden von 1000 bestehenden Ehen 10 geschieden. In den neuen Bundesländern
gab es 7 Scheidungen pro 1000 bestehende Ehen. Damit gab es zwar auch in den
neuen Bundesländern mehr Scheidungen als im Vorjahr, die Zahlen liegen
aber unter den entsprechenden Zahlen aus der früheren DDR. Hier wurden
Ende der 80er Jahre rund doppelt so viele Ehen geschieden wie heute.
(Quelle: Statistisches Bundesamt)
Ehescheidung
© by Rechtsanwalt Dipl.-Exportwirt Gerald E. Bitzer
Glück ist kein Zufall?
Das Geheimnis einer guten Ehe
Laut Statistik endet jede dritte Ehe mit einer
Scheidung. Familiäre Krisen und Trennungsgeschichten sind ebenso Bestandteil
des Alltags geworden wie überstürzte Hochzeiten und kurzlebige Partnerschaften.
. Und dennoch: Es gibt sie wirklich, die guten Ehen. Die Psychologin und Expertin
für Ehescheidungen Judith Wallerstein und die Journalistin Sandra Blakeslee
haben sie aufgespürt und zwei Jahre lang beobachtet. Fünfzig glückliche
Paare aus verschiedenen sozialen Schichten haben sie danach befragt, wie und
warum ihre Liebe bleibt. Doch wie sieht das Geheimnis' einer guten Ehe aus?
Um es vorwegzunehmen: Liebe allein genügt nicht. "Nur wenn ein Paar
in der Lage ist, neue Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen, kann
die Beziehung über Jahre funktionieren. Dazu gehören vor allem Einfühlungsvermögen,
Realitätssinn und eine gute Portion Humor", erklärt Judith
Wallerstein in ihrem Buch "Gute Ehen". Genaugenommen entdeckten
Wallerstein und Blakeslee neun Kriterien, die die Basis für ein gutes
Zusammenleben zwischen Mann und Frau sind.
Neun Kriterien
1. Zunächst sollten beide Partner einen Schlußstrich unter die
Vergangenheit ziehen. Denn frühere Beziehungen werfen oft einen Schatten
auf die gegenwärtige Bindung.
2. Persönliche Freiräume spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in
einer guten Ehe. Erklären Sie Ihrem Partner - und
auch Ihren Kindern -, daß Sie mitunter einige Zeit für sich benötigen.
Wer eigene Interessen pflegt, zum Beispiel in Form von Sport, Kinobesuchen
oder Kaffeeklatsch, der sammelt Kraft.
3. Probleme lösen sich nicht von allein. Nehmen Sie sich Zeit, um kleine
und große Sorgen mit dem Partner zu besprechen.
4. Beruf, Haushalt, Kinder - im Alltag fehlt oftmals die Zeit. oder auch die
Muße für Zärtlichkeiten. Abends ist man müde und abgespannt.
Die Erotik bleibt auf der Strecke. Dabei ist eine gut funktionierende sexuelle
Beziehung das Salz einer jeden Ehe.
5. Humor belebt und erfrischt die Partnerschaft. Nehmen Sie die Dinge nicht
so ernst, kultivieren Sie das Lachen. Mit einem Lächeln hat sich schon
so mancher Streit in Luft aufgelöst.
6. Trotz guter Laune gibt es manchmal Tage, an denen man eher betrübt
ist. Hier lautet die Devise: Gegenseitige Unterstützung frischt emotionale
Reserven auf und hilft, schwierige Situationen zu meistern. Alle befragten
Paare bekräftigten, daß es entscheidend ist, sich gegenseitig zu
trösten und einander zu ermutigen.
7. Mindestens ebenso von Bedeutung ist der gegenseitige Respekt. Wer die Wünsche
und Eigenarten des anderen akzeptiert, trägt zu einer harmonischen Beziehung
bei. Berücksichtigen Sie, daß der andere auch seine Schwächen
hat. Toleranz ist unerläßlich in einer guten Ehe.
Ständige Kritik hingegen läßt das Feuer schnell erlöschen.
8. Über eines sollte man sich bereits im Vorwege klar sein: Auch die
tollste Ehe läßt viele Wünsche offen - den absolut perfekten
Partner gibt es nicht. Für alle Befragten gehören kleine und große
Frustrationen unaus-weichlich zu einer Beziehung dazu - egal, wen man heiratet.
9. Eheliches Glück ist keine Selbstverständlichkeit. Eine gute Beziehung
benötigt regelmäßige Pflege. Gemeinsame Aktivitäten fördern
die Zweisamkeit. Tanzkurse, Tennis spielen, Theaterbesuche oder einfach nur
nett Essen gehen - es gibt viele Möglichkeiten, miteinander etwas zu
unternehmen. Man muß sie nur umsetzen.
Judith S.Wallerstein/ Sandra Blakeslee, "Gute Ehen - Wie und warum die Liebe bleibt"
Katholisches Eheverständnis
Die Ehe als gesellschaftliche und rechtlich geordnete 'Einrichtung' besteht unabhängig davon, ob die Ehepartner an Jesus Christus glauben oder nicht.Wer aber Jesus Christus glaubt und mit der Kirche lebt, für den ist die Ehe mehr als 'die natürlichste Sache der Welt'. Wenn zwei getaufte Christen heiraten, so ist ihre Ehe ein Sakrament. Das heißt: Die Eheleute schenken sich nicht nur ihre menschliche Liebe, sondern Gottes Liebe 'mischt sich ein'. In der ehelichen Liebe von Mann und Frau ist Gottes Liebe zu diesen beiden Menschen - und durch sie zu vielen anderen - zugegen. So ist die Ehe ein wirkendes Zeichen der Bejahung und Treue, die Gott uns Menschen schenkt.Der Ausdruck 'Kirchliche Trauung' ist mißverständlich. Das Sakrament der Ehe spenden sich nämlich die Brautleute selbst, wenn sie vor dem Priester und zwei Zeugen der Gemeinde einander das Jawort geben. Rechtskräftig wird ihr Bund mit dem ersten Vollzug der ehelichen Geschlechtsgemeinschaft.Die Wirkung des Sakramentes ist nicht auf die Feier der Hochzeit beschränkt. Während der ganzen Dauer ihrer Ehe teilen sich die Eheleute in ihrer Liebe und Treue auch die Liebe und Treue Gottes mit.Aus der Überzeugung, daß Gott seine Treue niemals aufkündigt, gewinnen Christen auch den Mut, den Ehebund einzugehen, 'bis der Tod sie scheidet'. Gott hat sich im Bundesschluß mit Israel und endgültig in Jesus Christus und seiner Kirche an die Menschen gebunden: Gottes Treue ist die Wurzel für die Treue der Menschen.
Aus: Grundriß des Glaubens.